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"Hey, Laserlippe, du alte Blechdose! Deine Mutter war ein Colaautomat!"

Facebook ist so eine Sache: Meistens ärgert man sich über die Dinge, die einem angezeigt werden, die jedoch überhaupt nicht interessant sind. Vor allem bei Anzeigen ist das so. Doch ab und zu gibt es auch mal etwas Interessantes. Normalerweise bin ich ein Lego-Kind und habe mich viele Jahre lang nicht für Klemmbausteine anderer Anbieter interessiert. Mit den Mega Bloks von Mattel und deren "Masters of the Universe"-Sets habe ich mich aber mal an einen anderen Anbieter gewagt und war zufrieden. Natürlich merkt man die Unterschiede zu Lego, aber das Thema MOTU hat mich einfach überzeugt.

 

Nun bin ich wieder einmal auf Facebook unterwegs gewesen und stolpere auf einmal über ein Klemmbausteinset von mocpixel.com. Ein Johnny 5 aus dem Film "Nummer 5 lebt". Dieser Film und der zweite Teil "Nummer 5 gibt nicht auf" haben einen Teil meiner Kindheit geprägt. Ich habe die Filme regelmäßig in der Videothek ausgeliehen und verschlungen.

 

Bild: Screenshot Facebook
Bild: Screenshot Facebook

Nun wurde hier ein Johnny 5 aus Klemmbausteinen angeboten, aber die Firma Mocpixel war mir unbekannt. Aus Erfahrung bin ich bei Facebook-Anzeigen sehr skeptisch und lese mir erst einmal die Kommentare durch. Die waren nicht besonders freundlich. Von Qualitätsmängeln bis hin zu Fake-Angeboten war hier alles vertreten. Aber ich war neugierig auf das gute Stück. Über Google habe ich weitere Bewertungen gesucht und wurde auch fündig. Hier war alles viel optimistischer. Oder ist das etwa auch nur Fake?

 


Bild: Screenshot Mocpixel.com
Bild: Screenshot Mocpixel.com

Ich wollte die Figur unbedingt haben und bin daher das Risiko eingegangen. Der Preis war auf der Website mit 15,99 $ angegeben. Ein Risiko, das ich bereit war zu tragen, also habe ich den Johnny bestellt. Der Versand hat etwas gedauert und ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, aber schließlich ist das Set doch noch eingetroffen. In einem schwarzen, vakuumversiegelten Versandbeutel fand ich einen kleinen Zettel und einen Beutel mit Klemmbausteinen. Eine Anleitung war nicht dabei, die musste ich mir online anschauen. Dass es doch eventuell nicht so seriös war, stellte ich gleich wieder fest, denn die Seite mit der Anleitung hatte bereits ein abgelaufenes Zertifikat und ließ sich nur mit Umwegen öffnen. Also habe ich Sicherheiten aufgebaut und sie über Umwege geöffnet. Es handelte sich um ein reines PDF-Dokument mit 77 Seiten.

Der nächste Schritt war der Aufbau. Als ich den Sack aufriss, stieg mir jedoch erst einmal ein unangenehmer, intensiver Plastikgeruch in die Nase. Ich war ziemlich froh, dass das Set so klein war. Der Aufbau nach Anleitung war ohne Probleme möglich. Für das günstige Geld fand ich sie ziemlich ausführlich. An einer Stelle stimmte die Perspektive nicht, aber mit etwas Hirnschmalz war das Problem zu lösen.

 

Apropos lösen: Die Steine haben sich immer wieder schnell gelöst. Sie haben nicht so gut aneinander gehaftet wie bei Lego und schon gar nicht so fest wie bei Mega Bloks. Teilweise habe ich überlegt, sie zusammenzukleben. Das wurde auch in den Facebook-Kommentaren kritisiert. Doch ich habe mich dagegen entschieden, da der Roboter eh nur im Regal stehen wird.

Alles in allem war ich am Ende sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Es ist eine rundum gelungene Figur mit großem Wiedererkennungswert. Vor der VHS aus den 80er Jahren platziert, macht sie sich gut in der Sammlung.

 

Später habe ich gesehen, dass diese Figur noch weitere Male aufgelegt wurde. Es folgten detailliertere und auch größere Versionen von Nummer 5. Doch muss ich gestehen, dass ich mit dem, was ich habe, zufrieden bin. Jetzt wäre es an der Zeit, den Film mal wieder zu sehen.

Wenn nicht anders angegeben, gilt für alle Bilder: Aufnahmen & Gestaltung Dunken.